waagen

Anleitung Waagenbau

 

Wie viel Nektar und Pollen eingetragen werden oder wie schnell die Winterfuttervorräte schwinden, das zu wissen hilft ungemein bei der Einschätzung wie gesund und fit das Volk ist.

Eine gute Informationsquelle dafür ist das Gewicht des Stocks. Obwohl wir schon diverse Gedankenspiele zur Gewichtsmessung von einzelnen Waben gemacht haben, ist unsere derzeitige praktikable Lösung eine Stockwaage. Ein Gestell aus Aluprofilen mit einer Plattformwägezelle in der Mitte ist unsere Wahl, wobei man den Rahmen natürlich auch aus anderen Materialien fertigen kann.

Stockwaage mit Plattformwaegezelle, Beute drauf

 

Alternative Idee: Warum nehmen wir nicht einfach ein günstige Personenwaage? Gibt’s für 15 Euro, digital, kann man sicherlich einfach an den Pi kabeln. Leider haben wir noch keine Lösung gefunden, den Drift in den Griff zu kriegen. Die Personenwaagen kalibrieren nach dem Einschalten einmal auf 0, bevor man sich drauf stellt. Das funktioniert super. Bleibt aber das Gewicht länger drauf stehen, so wie unsere Beute Wochen und Monate, dann wandern die Messwerte ganz von alleine in irgend eine Richtung. Völlig unvorhersehbar.

Materialliste:

Ihr braucht:
• eine Plattformwägezelle, z.B. H30A
(Online bestellbar, z.B: bei Bosche)
• einen Verstärker-A/D-Wandler, z.B. HX711 von sparkfun
• Rahmenmaterial
• einen 10er Schraubenschlüssel (für M6 Muttern)
• einen (Stand-)Bohrmaschine mit 6er Alubohrer

Rahmenmaterial:

• hier der link zur technischen Zeichnung: Bienenwaage
Darin findet ihr alle Infos über die zu bohrenden Löcher, nochmal die Materialliste und Zeichnungen vom Aufbau

• 32 Stück M6 Sechskantmuttern
• 64 Stück DIN 9021 – 6,4 Unterlegscheiben
• 8 Stück M6 x 45 Sechskantschrauben
• 24 Stück M6 x 60 Sechskantschrauben
• 8 Stück M6 x 25 Zylinderkopfschrauben
• 8 Stück DIN 125 – A 6,4 Unterlegscheiben (die sind kleiner als die DIN 9021)
• 2 Stück Aluplatten, 100x150x10mm

Vierkant-Rohr, 25x25x2mm in den Längen:
• 8 Stück 450mm
• 8 Stück 50mm

Hilfreich ist ein Lötkolben und Lötzinn, um die Litzenenden zu verzinnen.

Technische Daten

Plattformwägezelle H30A

Nennlast: 200kg
Versorgungsspannungsbereich: 5V – 12V
Betriebstemperaturbereich: -30°C ~ +70 °C
Anzahl der Teilungswerte: 3000
Nennkennwert (Cn): 2,0mV/V
Kennwerttoleranz: ± 0,2% v. Cn
Schutzart: IP 65
Werkstoff: Aluminium

Verstärker (und AD Wandler) HX711

Auflösung: 24 Bit
Versorgungsspannungsbereich: 2,6V – 5,5V
Betriebstemperaturbereich: -40°C ~ +85 °C
Abtastrate: 10-80Hz

Zusammenbau

Wir gehen jetzt mal davon aus, dass ihr die Rohre und die zwei Aluplatten mit Löchern versehen habt, wie es in dem pdf eingezeichnet war. Ihr solltet 4 lange Rohre mit Lochvariante A, 4 lange Rohre mit Lochvariante B, 8 kurze Rohre (die Eckverbinder), und zwei Platten vor euch liegen haben. Daraus bauen wir zwei identische „H“s.

Los geht’s mit Schritt 1:
Zusammenbau der Waage Schritt 1
Nehmt 4 von den langen Schrauben, 4 Muttern, 8 große Unterlegscheiben, eine Platte und 2 lange Rohre mit Lochvariante A. Schraubt die Rohre an der Platte fest.
Schritt 2:
Zusammenbau Waage Schritt 2
Nehmt 4 von den langen Schrauben, 4 Muttern, 8 große Unterlegscheiben und 2 lange Rohre mit Lochvariante B. Die Platte ist unten. Legt je ein Rohr von oben auf die schon festgeschraubten Rohre, so dass sie rechtwinklig zueinander liegen und schraubt sie fest.
Schritt 3:
Waagenbau Schritt 3
Nehmt 8 von den langen Schrauben, 8 Muttern, 16 große Unterlegscheiben und 4 kurze Rohre. Die kurzen Rohre sind Eckverbinder. Sie kommen in die Ecken zwischen Rohr A und B und werden jeweils mit Rohr A und mit Rohr B verschraubt.
Schritt 4:
Wiederholt die Schritte 1 bis 3, um ein zweites „H“ zu erhalten.
Schritt 5:
Waage mit Verstärker Zeichnung
Nehmt die 8 kurzen Schrauben, die 8 kleinen Unterlegscheiben, die Wägezelle und die zwei frisch zusammengeschraubten „H“s. Ein „H“ ist die Bodenplatte, das andere H kommt nach oben. Dort wird später die Beute drauf gestellt. Die Wägezelle muss sich zwischen den beiden Hs befinden. Schraubt mit jeweils 4 Schrauben (Unterlegscheiben nicht vergessen) die Platte des ersten „H“s von oben auf der Wägezelle fest. Dreht alles um, so dass die Wägezelle wieder oben liegt. Schraubt das zweite „H“ auf die Wägezelle. Achtet darauf, dass beiden „H“s genau übereinander liegen.
Schritt 6:
Schließt die Wägezelle an den HX711 an und diesen dann an euren Pi. Wie das im Detail geht, findet ihr in einer extra Anleitung.
2 Kommentare
  1. Cazz 4 Monaten vor

    Ist das nicht auch ohne die Eckverbinder sehr stabil?

    • horsten 2 Monaten vor

      Klaro, das kann auch ohne Eckverbinder funktionieren. Die Eckverbinder helfen aber bei der Alurahmenkonstruktion ungemein, das Gestell zu versteifen – die Schrauben kann man im Aluminium nicht so stark festziehen. Evtl. kann man durch die Exkverbinder auf die direkten Verbindungsschrauben der langen Rohre verzichten, um eine vollkommen plane Auflagefläche zu haben..
      Als Stahrahmen würde es bestimmt ohne Eckverbinder gehen!

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