Wir waren eingeladen, auf dem 3. BMBF-Symposium „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ (SISI) 2016.

Das BMBF hatte 20 Projekte eingeladen – unter anderem uns! Hier der Vorschlag, was uns das BMBF über das Symposium sagen haben will:

„Wie können Hochschulen und Forschungseinrichtungen nachhaltiger werden? Um diese Frage geht es im dritten SISI-Symposium, das das Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 6.-7. Oktober 2016 in Berlin veranstaltet. Teilnehmende aus Lehre, Forschung sowie Management diskutieren die Facetten der Nachhaltigkeit in Hochschulen und Forschungseinrichtungen anhand von innovativen Projekten – auch Hiverize ist dabei.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka eröffnete die Konferenz und zeigte sich von dem Engagement der Anwesenden beeindruckt.“

Wir haben die Ministerin beeindruckt! Um ehrlich zu sein, wir konnten uns nicht so recht vorstellen, was uns bei dieser Veranstaltung erwarten würde. Wir sind natürlich trotzdem hingefahren, schließlich empfinden wir uns als ein innovatives nachhaltiges Projekt.

Nachhaltigkeit ist ja leider im Moment eines dieser Buzzwörter, das positiv wirken soll und einem ständig in den unterschiedlichsten Kontexten begegnet. Das funktioniert so gut, weil die Bedeutung recht weit gefasst sein kann. Zum Glück hat Frau Wanka in ihrer Rede definiert, was mit Nachhaltigkeit auf dem Symposium gemeint ist: nicht etwa, dass wir Wissenschaft machen sollen mit einer „längere Zeit anhaltende[n] Wirkung“ (siehe duden), sondern dass wir beim Forschen darauf achten „derzeitige Bedürfnisse zu befriedigen, ohne zukünftigen Generationen die Lebensgrundlagen zu entziehen“, so wie das die EU auch in ihrer „Sustainable Development Strategy“ postuliert.

Und was haben wir nun auf diesem Symposium gemacht? Wir haben Hiverize einer kleinen Gruppe interessierter Teilnehmender vorgestellt und sind mit den Macher*innen anderer spannender Projekte ins Gespräch gekommen. Alles in allem war das Symposium aber doch eher die Release-Party für „die Handreichung Nachhaltigkeit in außeruniversitären Forschungsorganisationen“, siehe Link:

http://www.fona.de/de/forschungsorganisationen-setzen-ein-zeichen-fuer-mehr-nachhaltigkeit-in-der-wissenschaft-21479.html

Eine Hochglanzpublikation, deren Fertigstellung von den Chefs der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft und der Leibniz-Gemeinschaft gefeiert wurde.
Da wir eigentlich ziemlich sicher sind, dass wir „Forschen in gesellschaftlicher Verantwortung“ schon seit längerem praktizieren, damit „Lösungsbeiträge zu gesellschaftlichen Herausforderungen“ leisten und sowieso „Gute wissenschaftliche Praxis“ hochhalten, ist LeNa (so heißt das Ding abgekürzt http://www.lena-projekt.de/startseite/) jetzt nicht soooo der Augenöffner für uns gewesen. Aber es wäre natürlich toll, wenn sich in Zukunft diese Handlungsfelder in der Forschung durchsetzen und bei der Verteilung der öffentlichen Gelder eine zentrale Rolle spielten.

Ein wenig enttäuscht wurden wir da allerdings von den Antworten der feiernden Macher von LeNa. Als sie auf der Podiumsdiskussion gefragt wurden, wie genau die Pläne zur Umsetzung der in LeNa formulierten Ziele und Visionen in ihren Instituten aussehen, war die Antwort sinngemäß: konkrete Umsetzungspläne gibt es keine. Schade.

Das offizielle Pressefoto zum 3. BMBF-Symposium „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ (SISI) 2016.

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